5G – Experimente am eigenen Volk
In einer zunehmend digitalisierten Welt ist elektromagnetische Strahlung zu einem unsichtbaren Begleiter des Alltags geworden. Mobiltelefone, WLAN-Router, Funkmasten und Satelliten strahlen rund um die Uhr elektromagnetische Wellen aus. Während diese Technologie unbestreitbare Vorteile bietet, wird die Debatte über mögliche gesundheitliche Auswirkungen von EMF (elektromagnetische Felder) häufig unterdrückt oder als verschwörungstheoretisch abgetan. Dabei existiert eine lange Historie wissenschaftlicher Forschung, die signifikante biologische Effekte auch weit unterhalb der thermischen Schwelle dokumentiert. Ein zentrales Dokument in diesem Kontext ist der 1972 veröffentlichte Bericht von Dr. Zorach R. Glaser, einem Biophysiker der US Navy. Unter dem Titel „Bibliography of Reported Biological Phenomena (‚Effects‘) and Clinical Manifestations Attributed to Microwave and Radio-Frequency Radiation“ sammelt der Bericht über 2300 wissenschaftliche Veröffentlichungen, die ein eindrückliches Bild möglicher Risiken elektromagnetischer Strahlung zeichnen.
Grundlagenwissen zu elektromagnetischen Feldern
Elektromagnetische Felder (EMF) sind allgegenwärtig und bilden das Fundament moderner Kommunikationstechnologien. Sie entstehen durch bewegte elektrische Ladungen, z. B. wenn Strom durch Leitungen fließt oder Signale von Antennen ausgesendet werden. Je nach Frequenz und Wellenlänge unterscheidet man verschiedene Bereiche innerhalb des EM-Spektrums: von niederfrequenten Feldern (z. B. Haushaltsstrom mit 50 Hz) über Hochfrequenz- und Mikrowellenstrahlung (Mobilfunk, WLAN, Radar) bis hin zu ionisierender Strahlung wie Röntgen- oder Gammastrahlen. Die Frequenzbereiche, in denen moderne drahtlose Kommunikation stattfindet – etwa Mobilfunknetze (2G bis 5G), WLAN oder Bluetooth – liegen typischerweise zwischen 800 MHz und 60 GHz.
Ein wichtiges Unterscheidungskriterium ist die Fähigkeit zur Ionisation. Während ionisierende Strahlung Elektronen aus Atomen lösen und dadurch direkt genetisches Material schädigen kann, galt nicht-ionisierende Strahlung lange Zeit als ungefährlich – da sie nach klassischem Verständnis nicht genug Energie aufbringt, um chemische Bindungen zu brechen. Diese Einschätzung ist jedoch längst überholt: Wie Glaser (1972, S. 2–3) bereits zusammenstellte, zeigen Hunderte von Studien Effekte auf lebende Organismen, auch bei geringer Intensität.
Insbesondere biologische Systeme mit hochsensibler elektrischer Kommunikation – wie das Nervensystem oder endokrine Signalwege – reagieren auf externe EMF. Es kommt zu Resonanzeffekten, Änderungen der Zellmembranpolarität, Calcium-Ionen-Dysregulation und sogar zur Veränderung von Enzymaktivitäten. Die in der Zellbiologie entscheidenden elektrodynamischen Prozesse – etwa bei der ATP-Synthese oder in neuronalen Synapsen – können empfindlich gestört werden. Diese Störungen erfolgen nicht durch Erwärmung, sondern durch subtile Wechselwirkungen mit elektromagnetischen Signalen im Körper.
Daher ist es irreführend, den Begriff ’nicht-ionisierend‘ mit ‚ungefährlich‘ gleichzusetzen. Vielmehr zeigt die Literatur, dass biologische Effekte eine Funktion von Frequenz, Pulsung, Modulation, Expositionsdauer und auch individueller Empfindlichkeit sind. Besonders kritisch ist, dass viele dieser Effekte kumulativ wirken – sich also über Wochen, Monate oder Jahre hinweg aufbauen, auch wenn einzelne Expositionen scheinbar folgenlos bleiben.
Glaser listet in seinem Bericht über 200 Quellen zur Frequenzwirkung auf Zellen, Gewebe und Organe, darunter Studien zu Pflanzen, Insekten, Labortieren und Menschen. Diese breite Datenlage belegt: EMF sind nicht neutral – sie sind aktive Umweltfaktoren mit biologischer Wirkung. Eine umfassende Bewertung muss dies berücksichtigen, insbesondere bei der Definition von Grenzwerten und der Ausweitung von Funktechnologien wie 5G.
Thermische und nicht-thermische Effekte
Lange Zeit lag der Fokus wissenschaftlicher und regulatorischer Bewertungen elektromagnetischer Felder (EMF) auf ihren thermischen Effekten – also der messbaren Erwärmung von Körpergewebe durch die Absorption elektromagnetischer Energie. Grenzwerte wie die SAR (Spezifische Absorptionsrate) wurden auf dieser Grundlage definiert, unter der Annahme, dass unterhalb einer Erwärmung von 1 °C keine Gefährdung bestehe. Doch diese Annahme ignoriert eine Vielzahl nicht-thermischer Effekte, die in der wissenschaftlichen Literatur seit den 1950er Jahren dokumentiert sind.
Glaser (1972, S. 8–15) widmet diesem Themenbereich zahlreiche Abschnitte. Unter den dokumentierten nicht-thermischen Phänomenen finden sich u. a.: Veränderungen des EEG, Hautwiderstandsmodulationen, kardiale Rhythmusstörungen, endokrine Reaktionen (z. B. veränderte Cortisolproduktion), Reizbarkeit, verminderte Konzentrationsfähigkeit, sowie psychische Symptome wie Angstzustände und Depressionen. Besonders bemerkenswert ist die Beobachtung, dass viele dieser Effekte bei Frequenzen auftreten, die auch in zivil genutzten Kommunikationssystemen verwendet werden.
Ein Beispiel liefert die Forschung von Frey, der in den 1960er Jahren zeigte, dass Mikrowellen im Bereich von 300 MHz bis 3 GHz die subjektive Wahrnehmung beeinflussen können – sogar akustisch, indem Probanden Klickgeräusche in ihrem Kopf hörten, obwohl keine externe Schallquelle existierte (Frey-Effekt). Auch Studien in der damaligen Sowjetunion berichteten über ‚Mikrowellensyndrome‘ bei Radararbeitern – ein komplexes Beschwerdebild mit Erschöpfung, Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen, Herzklopfen und innerer Unruhe.
Diese Erkenntnisse legen nahe, dass biologische Systeme auf Frequenzmuster, Modulationsarten und Pulsintervalle reagieren – nicht nur auf die durchschnittliche Leistungsdichte. Gerade gepulste Signale wie bei WLAN und 5G sind besonders auffällig. Die feinen bioelektrischen Systeme im menschlichen Organismus – etwa in der Zellkommunikation oder in den Gehirnwellen – scheinen auf diese externen Impulse zu reagieren, was zu langfristigen Dysregulationen führen kann.
Zusammenfassend zeigt sich: Nicht-thermische Effekte sind real, reproduzierbar und biologisch relevant. Ihre Missachtung in den geltenden Grenzwerten stellt ein erhebliches gesundheitliches Risiko dar, insbesondere bei Dauerexposition.
Auswirkungen auf das Zentrale Nervensystem
Das zentrale Nervensystem (ZNS) ist eines der sensibelsten Systeme im menschlichen Organismus. Schon kleinste elektrische Veränderungen können hier tiefgreifende Wirkungen auf Stimmung, Denken, Motorik und biologische Rhythmen entfalten. Der Glaser-Report (1972, S. 20–30) dokumentiert zahlreiche Studien, die Effekte von Mikrowellenstrahlung auf das ZNS nachweisen. Dabei reichen die beschriebenen Symptome von leichten EEG-Veränderungen bis hin zu schweren neurologischen Störungen.
Besonders häufig werden in den Studien Veränderungen der Hirnströme festgestellt. Sowohl bei Tieren als auch beim Menschen konnten signifikante EEG-Verschiebungen beobachtet werden, wenn diese elektromagnetischen Feldern im Hochfrequenzbereich ausgesetzt wurden. Auch Veränderungen der Blut-Hirn-Schranke – also der Schutzbarriere zwischen zirkulierendem Blut und dem Gehirngewebe – wurden nachgewiesen. Dies kann dazu führen, dass toxische Substanzen leichter ins Gehirn gelangen, was neurodegenerative Prozesse begünstigen kann.
Weitere dokumentierte Effekte umfassen Koordinationsstörungen, reduzierte motorische Reaktionszeiten, Veränderungen der Neurotransmitteraktivität (u. a. Serotonin, Dopamin), sowie erhöhte Anfälligkeit für epileptische Anfälle. Besonders gravierend: Einige Studien zeigen sogar strukturelle Veränderungen im Gehirn von Labortieren nach Langzeitexposition. Es wurden Mikroblutungen, neuronale Degeneration und eine erhöhte Apoptoserate (programmierter Zelltod) festgestellt.
Auch der Einfluss auf das autonome Nervensystem ist belegt: Veränderungen der Herzratenvariabilität, der Pupillenreaktion und des Hautleitwerts deuten auf eine Dysregulation des vegetativen Gleichgewichts hin. Dies könnte erklären, warum EMF-Exponierte über Symptome wie Unruhe, Tachykardie oder übermäßiges Schwitzen berichten.
Insgesamt lässt sich festhalten: Das zentrale Nervensystem reagiert sehr sensibel auf elektromagnetische Felder – selbst bei niedrigen Intensitäten. Die dokumentierten neurologischen Effekte werfen grundlegende Fragen zur Sicherheit bestehender Expositionsstandards auf, insbesondere im Hinblick auf Kinder, Schwangere und empfindliche Gruppen.
Zelluläre und genetische Schäden
Neben den Auswirkungen auf das Nervensystem ist auch das zelluläre System durch elektromagnetische Felder beeinflussbar. Der Bericht von Glaser (1972, S. 31–43) listet zahlreiche Studien auf, die Zellveränderungen und sogar genetische Schäden im Zusammenhang mit Mikrowellen- und Hochfrequenzstrahlung dokumentieren. Besonders hervorzuheben ist die Tatsache, dass diese Schäden oft ohne signifikante Erwärmung auftreten – also im Bereich der nicht-thermischen Effekte liegen.
So wurden z. B. chromosomale Aberrationen (Veränderungen in der Struktur oder Zahl der Chromosomen) bei Zellkulturen festgestellt, die Mikrowellenstrahlung ausgesetzt waren. Ebenso dokumentieren mehrere Studien DNA-Einzel- und Doppelstrangbrüche, was zu Mutationen führen kann. Zellkerne zeigten darüber hinaus Veränderungen der Form, Größe und Dichte, was auf Störungen der Mitose (Zellteilung) hinweist.
Ein weiterer Wirkmechanismus betrifft die Bildung freier Radikale. Diese hochreaktiven Moleküle entstehen vermehrt unter EMF-Einfluss und führen zu oxidativem Stress, der Zellmembranen, Mitochondrien und DNA schädigt. Die resultierende Kaskade entzündlicher Reaktionen kann langfristig auch zur Krebsentstehung beitragen.
In mehreren Tierversuchen wurden auch erhöhte Tumorraten beobachtet, insbesondere im Bereich von Lymphomen und Hirntumoren. Dies wurde etwa im Rahmen der US-NTP-Studie (National Toxicology Program) sowie durch italienische Forschungseinrichtungen (Ramazzini-Institut) bestätigt. Beide Studien fanden signifikante Tumorhäufungen bei Ratten, die EMF-Feldern im Mobilfunkbereich ausgesetzt wurden – selbst bei geringer Intensität.
Fruchtbarkeit, Hormone und Entwicklung
Die reproduktiven und hormonellen Systeme sind eng mit fein abgestimmten elektromagnetischen Prozessen verknüpft. So sind z. B. hormonelle Regelkreise auf neuronale Steuerung angewiesen, die wiederum durch elektrische Signale vermittelt wird. Der Bericht von Glaser (1972, S. 44–53) listet zahlreiche Studien, in denen EMF zu Beeinträchtigungen der Fruchtbarkeit, Veränderungen im Hormonspiegel und Störungen der embryonalen Entwicklung führten.
Bei männlichen Versuchstieren wurde eine deutliche Reduktion der Spermienzahl und -qualität festgestellt. Morphologische Anomalien der Spermien sowie eingeschränkte Motilität traten signifikant häufiger bei exponierten Gruppen auf. In einigen Studien kam es sogar zur vollständigen Sterilität nach längerer Bestrahlung mit Mikrowellenfrequenzen.
Auch weibliche Tiere zeigten Zyklusstörungen, verminderte Fruchtbarkeit sowie vermehrte Fehlgeburten. Besonders problematisch: Die Entwicklung des Embryos scheint besonders empfindlich auf EMF zu reagieren. Frühzeitige Resorptionen, Missbildungen und Wachstumsstörungen wurden sowohl in Tiermodellen als auch bei Beobachtungen in menschlichen Kollektiven festgestellt.
Darüber hinaus beeinflusst EMF auch das endokrine System. Die Produktion von Melatonin, Cortisol, Testosteron und Östrogen reagiert auf elektromagnetische Exposition. Ein Rückgang des Melatoninspiegels – eines Schlüsselhormons zur Steuerung des Schlaf-Wach-Rhythmus und der Immunmodulation – wurde besonders häufig dokumentiert. Auch der Anstieg von Cortisol (Stresshormon) bei EMF-Exposition ist gut belegt.
Diese Erkenntnisse verdeutlichen, dass elektromagnetische Felder als endokrine Disruptoren wirken können – mit weitreichenden Folgen für Gesundheit, Fortpflanzung und Entwicklung.
Psychosomatische und psychische Effekte
Die psychische Gesundheit ist in hohem Maße von der Integrität neuronaler Netzwerke, Hormonregulation und zirkadianer Rhythmen abhängig – alles Prozesse, die sensibel auf elektromagnetische Felder reagieren. Der Glaser-Report (1972, S. 54–60) dokumentiert über 100 Studien, die auf psychosomatische und psychische Symptome im Zusammenhang mit EMF-Exposition hinweisen. Diese reichen von Schlaflosigkeit und Nervosität bis hin zu Depressionen, Persönlichkeitsveränderungen und Halluzinationen.
Ein zentrales Beschwerdebild ist das sogenannte Mikrowellensyndrom, das bereits in den 1960er Jahren beschrieben wurde. Betroffene berichten über chronische Erschöpfung, Kopfschmerzen, Reizbarkeit, Konzentrationsstörungen, Tinnitus, Druckgefühl im Kopf, Herzrasen und Schlafstörungen. Diese Symptome treten besonders häufig bei Menschen auf, die beruflich oder privat intensiver EMF ausgesetzt sind – etwa durch Mobilfunkmasten in Wohnnähe oder durch dauerhaftes Arbeiten am Computer mit WLAN.
Eine wichtige Rolle spielt auch die Melatoninproduktion, die durch EMF signifikant gehemmt wird. Melatonin wirkt nicht nur schlaffördernd, sondern auch antioxidativ und stimmungsregulierend. Ein dauerhafter Melatoninmangel kann depressive Verstimmungen, Angstzustände und kognitive Leistungseinbußen begünstigen. Studien zeigen, dass bereits schwache Felder die nächtliche Ausschüttung des Hormons reduzieren können – insbesondere, wenn sie gepulst sind.
Auch Veränderungen in EEG-Mustern unter EMF-Einfluss wurden mehrfach belegt. Betroffene zeigen Auffälligkeiten in der Alpha-, Beta- und Delta-Aktivität des Gehirns, was mit innerer Unruhe, mentaler Übererregung oder chronischer Müdigkeit korreliert. Einige Studien aus Russland und den USA berichten sogar über Induktion von Halluzinationen oder Persönlichkeitsveränderungen.
EMF kann als neuropsychiatrischer Stressor wirken, insbesondere bei Dauerbelastung. Der Zusammenhang mit psychischen Erkrankungen sollte dringend weiter erforscht werden – vor allem angesichts steigender Zahlen psychiatrischer Diagnosen in der Bevölkerung.
Zusammenfassung der Forschungsergebnisse
Seit der Veröffentlichung des Glaser-Reports 1972 wurden Hunderte neue Studien durchgeführt, die die dort beschriebenen Effekte bestätigen oder weiter differenzieren. Internationale Gremien wie die BioInitiative Group (2012, 2020) haben tausende Publikationen ausgewertet und kommen zu dem Ergebnis, dass rund 70 % der Studien eine biologische Wirkung von EMF belegen – selbst bei niedriger Intensität. Besonders im Fokus stehen heute DNA-Schäden, oxidativer Stress, Neurodegeneration und Krebsentstehung.
Trotzdem halten internationale Strahlenschutzkommissionen wie die ICNIRP an veralteten Grenzwerten fest, die ausschließlich auf thermischen Erwägungen basieren. Nicht-thermische Effekte werden dort weitgehend ignoriert oder als ’nicht gesichert‘ eingestuft, obwohl die Evidenzlage stetig wächst. Zahlreiche Wissenschaftler kritisieren diese Haltung als industriegeleitet und fordern eine Neuausrichtung auf das Vorsorgeprinzip.
Zu den wichtigsten aktuellen Studien zählen die Langzeitexperimente des US National Toxicology Program (NTP), die eine erhöhte Rate an Herz- und Hirntumoren bei Ratten unter Mobilfunkbestrahlung zeigten. Auch das Ramazzini-Institut in Italien kam zu ähnlichen Ergebnissen. Diese Erkenntnisse wurden von führenden Onkologen als ‚klare Hinweise auf Karzinogenität‘ bewertet.
Epidemiologische Studien zeigen zudem eine Korrelation zwischen intensiver Handynutzung und einem erhöhten Risiko für Glioblastome, Akustikusneurinome und andere Hirntumoren. Kinder gelten dabei als besonders gefährdet, da ihre Schädel dünner sind und sie elektromagnetischen Feldern über Jahrzehnte ausgesetzt sein werden.
Die aktuelle Forschungslage ist also eindeutig: EMF hat biologische Wirkungen. Diese Erkenntnisse müssen in politische und regulatorische Maßnahmen einfließen – nicht zuletzt, um künftige Generationen zu schützen.
Politische und gesellschaftliche Dimension
Die politische Auseinandersetzung um elektromagnetische Felder ist von Interessenkonflikten, Desinformation und massiver Einflussnahme durch Industrieverbände geprägt. Der Glaser-Bericht (1972) wurde ursprünglich für das US-Militär verfasst – nicht als Warnung an die Bevölkerung, sondern zur internen Bewertung strategischer Risiken und Möglichkeiten. Erst Jahrzehnte später wurde seine Brisanz öffentlich diskutiert.
Die internationalen Grenzwertgeber wie ICNIRP, WHO und IEEE sind stark mit Telekommunikationslobbyisten durchsetzt. Dies wurde mehrfach durch investigative Journalisten und Wissenschaftler offengelegt. Kritiker wie Prof. Franz Adlkofer oder Prof. Martin Pall sprechen von einer gezielten Verzerrung der wissenschaftlichen Debatte. Forscher, die schädliche EMF-Effekte nachweisen, werden nicht selten diffamiert, ihre Arbeiten verzögert oder ignoriert.
Auch in der medialen Berichterstattung zeigt sich eine starke Einseitigkeit: Studien, die keine Effekte nachweisen, erhalten größere Aufmerksamkeit, während kritische Ergebnisse entweder als ‚Methodenfehler‘ abgetan oder nicht publiziert werden. Dabei ist wissenschaftlicher Fortschritt nur möglich, wenn auch unbequeme Ergebnisse ernst genommen werden.
Zudem fehlt es an politischen Maßnahmen zur Vorsorge. Während andere Länder wie Belgien, die Schweiz oder Frankreich bereits Vorsorgeregelungen wie WLAN-Verbote in Schulen oder Strahlungsgrenzwerte für Kinder eingeführt haben, herrscht in Deutschland weiterhin weitgehende Untätigkeit.
Gesellschaftlich stehen wir vor einer Polarisierung: Einerseits steigt die Sensibilität in Teilen der Bevölkerung, andererseits wächst das Vertrauen in technische Lösungen und smarte Systeme. Ein bewusster Umgang mit EMF – im Sinne von Aufklärung, Forschung und Prävention – ist daher dringender denn je.
6G, Geo-Engineering und Nano-Tech
Stellen wir uns eine nahe Zukunft vor, in der 6G – die sechste Mobilfunkgeneration – nicht nur eine höhere Datenrate liefert, sondern als Plattform für permanente Mensch-Maschine-Integration fungiert. Durch Frequenzen im Terahertzbereich sollen nicht nur Daten, sondern auch Körperprozesse übertragbar und steuerbar gemacht werden. Diese Vision ist kein Science-Fiction – sondern bereits Ziel von Forschungsprojekten wie dem ‚Internet of Bodies‘ (IoB).
In Kombination mit Smart Dust – mikroskopisch kleinen Sensoren, die in Kleidung, Luft, Nahrung oder Impfstoffen eingebracht werden – entsteht eine neue Realität: Der menschliche Körper wird zur Antenne. Viele dieser Partikel enthalten Graphenoxid, ein Material, das unter bestimmten Bedingungen mit elektromagnetischen Feldern interagiert. Die sogenannte Teslapherese beschreibt ein Verfahren, bei dem Teilchen im Körper durch externe Frequenzen gezielt bewegt und gesteuert werden können.
Parallel dazu schreiten Geo-Engineering-Programme voran – etwa stratosphärische Aerosole, die die Atmosphäre leitfähig machen und als Trägermedium für wellenbasierten Einfluss dienen. Diese Kombination eröffnet die Möglichkeit, ganze Bevölkerungen in Echtzeit zu überwachen, zu analysieren oder sogar psychisch zu beeinflussen. Nur so war es den Alliierten möglich Handys von Staatsbediensteten in Deutschland abzuhören, wie bereits Edward Snowden es veröffentlichte. Auch andere beziehen klar Stellung: „Humans are now hackable animals“ – Yuval Noah Harari (WEF).
Dies wirft fundamentale ethische Fragen auf: Was bedeutet Freiheit in einer Welt, in der jedes biologische Signal in eine Cloud eingespeist wird? Wer kontrolliert diese Systeme – und mit welchem Ziel? Der freie Wille des Menschen steht in direkter Konkurrenz zu einer technokratischen Ordnung, die Effizienz über Würde stellt. Und um noch einmal Harari zu zitieren: „free will is over!“ – Wollen wir das zulassen?
Es ist an der Zeit, diese Entwicklungen nicht nur technologisch, sondern philosophisch zu hinterfragen– und individuelle wie kollektive Wege zur Rückgewinnung von Souveränität zu erschließen.